Gesundheitliche Aspekte: Ist die elektrische Zigarette gesünder oder nicht?

Da das Motto bei der elektrischen Zigarette „Verdampfen statt Verbrennen“ heißt, werden weit weniger Schadstoffe inhaliert als bei Tabak-Zigaretten. Tabak-Zigaretten setzen über 4.000 Giftstoffe frei. Hersteller selbst betonen, dass rund 90 Prozent der Schadstoffe einer Tabak- Zigarette durch die elektrische Zigarette vermieden werden können.

Somit sei der Dampf unbedenklich für Raucher und Umwelt. Zudem handele es sich bei dem Dampf um flüchtigen Nebel, der nicht haften bleibe und nicht unangenehm rieche. Mit dieser Maßgabe wurde bereits 1996 die erste elektrische Zigarette entwickelt: nämlich eine, wenn schon nicht vollkommen gesunde, so doch gesündere Alternative zum Tabakrauchen anzubieten.

Forschung an der elektrischen Zigarette

Forschung an dem Dampf der elektrischen Zigarette

Forschung an dem Dampf der elektrischen Zigarette

Mittlerweile vermuten aber manche Wissenschaftler, dass der Dampf der e-Zigarette nicht ganz unschädlich ist. Breit angelegte Studien, die gesundheitliche Risiken durch elektrische Zigaretten wissenschaftlich stichhaltig untersuchen, fehlen aber bislang. Dies ist auch einer der Gründe, warum nur wenige Fluggesellschaften elektrische Zigaretten auf ihren Flügen erlauben.

die elektrische zigarette

 

Gegen den Einsatz der elektrischen Zigaretten in offiziellen Nichtraucherzonen verwehren sich Nichtraucher-Organisationen entschieden. Von manchen Anbietern hingegen wird die rauchlose zigarette zum Teil zum „Lifestyle-Produkt“ stilisiert: „Genussvolles Rauchen ohne gesundheitliche Nebenwirkungen“ lautet die Werbebotschaft zahlreicher Internet-Anbieter, die zum Teil soweit gehen, das elektrische Rauchen uneingeschränkt als gesunde Alternative zum Tabakrauchen anzupreisen.

Obwohl die elektrische Zigarette aufgrund dessen, dass sie noch nicht so lange existiert, bislang nicht umfassend wissenschaftlich untersucht worden ist, so sehen einige Wissenschaftler wiederum in dem Prinzip „Verdampfen statt Verbrennen“ einen Vorteil, weil Befunde ergeben haben, dass in erster Linie das Verbrennen von Tabak die schädigenden Stoffe freisetzt. Darunter fallen viele Chemikalien und krebserregende Stoffe.

Da die rauchlose Zigarette keine Verbrennungsrückstände erzeugt, sind die durch die Verbrennung entstehenden Schadstoffe nicht gegeben. Dies stellt eines der Hauptargumente der Befürworter von elektrischen Zigaretten dar. Dies und auch die Tatsache, dass sich der feine Dampf schnell verliert und die Umwelt somit vom Rauch verschont bleibt, wird als Argument ins Feld geführt, dass die elektrische Zigarette gesünder ist.

Elektrische Zigarette zur Toleranz der Raucher

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Die elektrische Zigarette fördert die Akzeptanz der Raucher

Dabei ist Letzteres ebenfalls ein Kernpunkt: So soll die elektronische Zigarette neben den vorteilhaften gesundheitlichen Aspekten zu mehr Toleranz zwischen den verhärteten Fronten der Raucher und Nichtraucher führen, da die wesentlich neutralere elektronische Zigarette weniger Konfliktpotenzial bergen soll, weil sich Nichtraucher nicht gestört fühlen.

Ob jedoch durch das elektrische Rauchen Irritationen von Seiten der Nichtraucher ausbleiben (viele elektrische Zigaretten sehen wie Zigaretten aus), ist fraglich. Quintessenz ist, dass die elektrische Zigarette gegenüber dem üblichen Rauchen sicher gesünder ist. Das Phänomen der e-Zigarette ist aber noch zu neu, um wirklich alle Vorbehalte ausräumen zu können und manche Bedenken entstehen auch dadurch, dass das Produkt noch weitgehend unbekannt ist.

Deswegen müssen weitere Untersuchungen erfolgen, die genau aufweisen, was es mit dem elektrischen Dampf wirklich auf sich hat. Erst dann kann entschieden werden, wie gesund e-Dampf ist.